Mittwoch, 4. April 2012

Mittwoch, April 04, 2012
Viele glauben, der Mensch habe schon immer gejagt und Fleisch gegessen. 
Dies ist jedoch ein Irrglaube!

Der Mensch hat etwa vor 400.000 Jahren angefangen zu jagen, die Evolution begann aber vor weit mehr als 90 Millionen Jahren.

Neue Genanalysen deuten darauf hin, dass die ältesten Primaten schon vor 90 Millionen Jahren existierten. Somit lebten die Vorläufer der Primaten noch zur gleichen Zeit wie die Dinosaurier. Die Trennung von Mensch und Affen erfolgte erst viel später, etwa vor 15 bis 10 Millionen Jahren. 
Im frühen und mittleren Miözän in Afrika fand man Fossilien, die zur Gattung Proconsul gehörten, die man in die Zeit vor 21 bis 14 Millionen Jahren datiert.
Manche Wissenschaftler deuteten Proconsul Africanensis als Missing Link, als gemeinsamen Vorfahren der Menschen und Menschenaffen.
Aus der Beschaffenheit ihrer Zähne wurde geschlossen, dass sich diese vorwiegend von Früchten ernährten.
Die über 80 Millionen Jahre dauernde gemeinsame Evolution von Mensch und Menschenaffen, verdeutlicht, dass unser Verdauungssystem auch heute noch mit dem der Menschenaffen (Gorilla, Schimpanse...) wesentlich ähnlicher ist, als das von Fleischfressern wie Katzen, Hunden, Löwen etc.
Schimpansen und Gorillas ernähren sich hauptsächlich von Früchten. Dazu kommen Wildkräuter, Nüsse und Samen.
Eigentlich sieht ja jeder, dass wir Schimpansen und Gorillas weitaus ähnlicher sind als Löwen, auch wenn sich viele gerne als Löwe sehen würden.
Aber der Vergleich mit einem Gorilla ist ja auch nicht zu verachten. Die weitverbreitete Meinung man bräuchte tierisches Protein um Kraft zu entwickeln, wird hierdurch ja wohl eindeutig widerlegt. Ein Gorilla schafft das auch mit pflanzlicher Nahrung!
Ein eindeutiger Beweis ist auch er hier: klick mich!

Homo errectus war die erste menschliche Spezies, die ihren Lebensbereich in gemäßigte Zonen mit kalten Wintern ausdehnte. Dies geschah vor etwa 400.000 Jahren
Eine Folge dieser Wanderung, war die Notwendigkeit des Jagens und der Nahrungsquelle Fleisch. Die gesamte Zeit vorher lebten unsere Vorfahren in tropischem/ subtropischem Klima und hatten es nicht nötig Fleisch zu essen. Er hat dies auch nicht getan, weil er durch die Physiologie seiner Zähne etc. dazu gar nicht in der Lage war.
Erst durch die Benutzung von Waffen und Feuer war es Homo errectus möglich, Tiere zu jagen und zu essen.
Allein die Tatsache, dass unsere Vorfahren erst durch die Verwendung von Feuer dazu fähig waren Fleisch zu essen, beweist schon, dass sie von der Anatomie her nicht dafür vorgesehen waren. Ein richtiger Fleischfresser kann von Natur aus ein Tier erlegen, in Stücke reissen und verdauen.

Die Evolution konnte in den letzten 300.000 Jahren nicht mehr auf Fleisch als Nahrungsquelle reagieren. 300.000 Jahre bis zum modernen Mensch, dessen Entwicklung etwa vor 100.000 Jahren abgeschlossen war, sind ein Witz wenn man sie 90 Millionen Jahren Evolution gegenüber stellt. Hätte die Evolution noch irgendwelchen Einfluss darauf gehabt, wäre unser Verdauungssystem nicht mit dem der Menschenaffen identisch geblieben, die nicht angefangen haben Fleisch zu essen!
Der Mensch hat also nicht schon immmer Fleisch gegessen und ist von Natur aus auch nicht dafür ausgelegt. Folge sind unsere sog. Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Ateriosklerose, Diabetes usw. Durch die China Study wurde dies eindeutig und eindrucksvoll bewiesen.

Die Evolution hätte unseren Verdauungstrakt, dem der Fleischfresser anpassen müssen, was in solch einer kurzen Zeitspanne unmöglich ist. Die Unterschiede sind riesig:

Fleischfresser haben Klauen um Tiere zu reißen. Wir haben Hände um Nahrung zu pflücken.

Fleischfresser haben Reißzähne, mit denen sie Fleisch aus ihrer Beute herausreißen können, welche sie dann ohne großartig zu kauen schlucken. Die Zahnknochendichte ist um ein Vielfaches höher als unsere, um mit Fleisch und Knochen zurecht zu kommen. Ihr Speichel ist säurehaltig und die Salzsäurekonzentration in ihrem Magen ist zehnmal so hoch wie die unsrige, damit sie in der Lage sind Fleisch zu verdauen. Wir haben Zähne, die zum Kauen und zum Mahlen fähig sind. Unser Speichel ist alkalisch und enthält das Enzym Amylase/ Ptyalin, das für die Verdauung von Kohlehydraten (Obst/ Gemüse) benötigt wird. Die Magensäurekonzentration ist viel zu gering um Fleisch ordentlich zu verdauen. Dem Fleischfresser fehlen Verdauungsenzyme im Speichel wie wir sie haben!

Ein Fleischfresser hat einen viel kürzeren Dünndarm als wir, damit Fleisch schnell wieder ausgeschieden werden kann. Bleibt es zu lange im Darm, fängt es an zu faulen.

Fleischfresser besitzen das Enzym Uricase, mit dem sie die bei der Verdauung von tierischem Protein entstehende Harnsäure, in ungefährliches Allantoin umwandeln können. Wir müssen die hochgiftige Harnsäure schleunigst über die Nieren ausscheiden. Dies ist allerdings nur in begrenztem Maß möglich und so entsteht durch einen dauerhaft erhöhten Harnsäurespiegel beispielsweise Gicht.

Fleischfresser sind in der Lage ihr eigenes Vitamin C zu bilden, weil sie nicht dafür vorgesehen sind Obst zu essen. Wir können kein Vitamin C bilden und müssen Obst essen, weil dies unsere natürliche Nahrung ist!

Dies gilt natürlich genauso für Menschenaffen, deren Verdauungsapparat mit dem unseren weitgehend identisch ist. Da müsste doch jedem einleuchten, dass wir deren Nahrung zu uns nehmen müssen. Nämlich Früchte, Gemüse/ Salat/ Wildkräuter, Samen und Nüsse.

Eine genaue Überstellung der Eigenschaften eines Fleischfressers und eines Pflanzenfreseer habe ich hier zusammengetragen: Mensch vs. Fleischfresser

Wer jetzt immer noch Zweifel daran hat, dass der Mensch kein Fleischfresser ist, dem kann ich auch nicht mehr helfen... Wer jetzt wieder mit dem alten Argument vom Allesfresser kommt, dem kann ich nur folgendes mit auf den Weg geben:

Das Schwein ist ein Allesfresser. Die Nahrung eines Chimpansen besteht zu 96% aus Pflanzen, die eines Gorillas zu 98%.

Würden Sie sich jetzt von Ihrem physiologischen Erscheinungsbild eher mit dem Schimpansen oder mit dem Schwein vergleichen? Gut bei manchen ist das vielleicht schwierig zu beantworten. Aber zum Glück gibt es ja noch unsere Gene, die uns verlässlich Auskunft über unsere Verwandschaftverhältnisse geben. Und komischerweise liegt die genetische Übereinstimmung zwischen Mensch und Schimpanse bei 98,4 %. Beim Gorilla bei 97,7%.

 

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