Dienstag, 26. Juni 2012

Dienstag, Juni 26, 2012
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Nach fast 3 Monaten Rohkost hat sich ein klein wenig bei uns geändert und es ist Zeit für ein kleines Resume:

Wir haben angefangen ab und zu ein paar "gekochte" Ausnahmen zu machen...
Allerdings nicht, weil wir irgendwelche gesundheitlichen Probleme haben. 
Da ist alles bestens! Die Blutwerte sind gut. (Ich hatte vor einer Woche meine große Untersuchung und werde die Ergebnisse bei Gelegenheit posten)

Mein Gewicht (61 kg) hat sich gut entwickelt (finde ich ;-):

01.04.2012

30.05.2012

und ich bin wesentlich fitter geworden, als ich es noch vor einem halben Jahr war...


Die Gründe für die Lockerung unseres Experiments sind folgende:

  • Es ist schwierig in unseren Breitengraden 100% roh zu leben, da man die notwendigen Lebensmittel nur schwer bekommt. Vor allem, wenn man wie wir 80%-90% Obst gegessen hat. Man braucht einfach reifes Obst und eine große Auswahl. Selbst jetzt, wo der Sommer da ist, bekommt man kaum etwas richtig reifes im Laden. Das Meiste wird unreif geerntet und dann hierher transportiert. Genauso unreif liegt es dann im Laden. Dann bekommt man meist nur Hybridobst. Das sind gezüchtete Obstsorten, die gut aussehen, aber von den Nährstoffen her eher bescheiden sind. Man bekommt hier keine jungen Kokosnüsse, Durian, Rambutan, Mangosteen usw. und wenn dann ist es sau teuer und wie gesagt unreif.
        Hierzu gibt es ein sehr schönes Video von Ka Sundance von der Rohkostfamilie:



  • Wegen der fehlenden Auswahl, war es schon schwierig sich zu 100% roh zu ernähren. Wenn man jeden Tag nur Äpfel, Bananen, Orangen etc. hat, dann bekommst Du schon mal Lust auf etwas anderes. Gut, mittlerweile ist es besser geworden, es gibt momentan Kirschen und wenn man Glück hat reife Melonen, Pfirsiche, Mangos... Aber es ist trotzdem im Vergleich zu den Tropen eine sehr begrenzte Auswahl. Deshalb hatte ich dann oft gerade abends Lust auf etwas anderes. Also wir mussten uns schon einschränken. Und wir haben gesagt, wenn wir uns jeden Tag einschränken müssen und die Lust auf etwas anderes unterdrücken müssen, dann lockern wir das Ganze auf. Und das machen wir jetzt.

  • Außerdem haben wir festgestellt, dass man andere Menschen (und das finden wir sehr wichtig, spread the message: go vegan, save the world) besser mit veganer Ernährung erreicht. Roh vegan ist für die meisten zu extrem, aber vegan können sich schon einige vorstellen. Da fehlt es bei vielen aber einfach an Ideen und Alternativen. Die konnten wir dann nur theoretisch liefern, aber wir konnten diejenigen dann nicht mal zum Essen einladen und ihnen etwas zeigen. Deswegen wird es jetzt hier demnächst auch vegane Rezepte geben, so wie dieses hier vom Wochenende:

Seitangyros mit veganem Tsatsiki und Brokkoligemüse


Am Freitag nutzen wir dann auch gleich mal die Gelegenheit und machen am Geburtstag meiner Freundin ein veganes Grillfest. Es wird geben:

Gemüseburger, Sojaburger
Gemüsespieße, bunte Grillspieße, Gemüsepäckchen, Maiskolben
CousCous Salat, Bulgur
Nudelsalat/ Kartoffelsalat mit veganer Mayonaise
Chilie sin Carne
Lupinenfilets, Sojasteaks
vegane Chorizo und diverse Bratwürste
veganer Wurstsalat, Karotten-, Gurken und Krautsalat
Falafel/ Seitangyros im Fladenbrot oder Yufka
Kartoffelwedges und Grillkartoffeln mit veganem Tsatsiki
Casheweis mit Heidelbeeren

Die Vorbereitungen laufen und wir werden ausführlich berichten...
Also nicht wundern, wenn es hier jetzt auch öfters vegane Rezepte geben wird. ;-)

Wir wollen aber nach wie vor einen hohen Rohkostanteil in unserer Ernährung beibehalten!
Etwa 80% roh vegan und der Rest vegan. Wir haben uns das Ganze in etwa so vorgestellt, dass wir zwei bis dreimal pro Woche eine Ausnahme machen und kochen. 
An diesen Tagen gibt es aber trotzdem Rohkost und abends dann, wie gesagt, veganes "Gekochtes".
Mal sehen wie es sich entwickelt...
Vielleicht sollte ich den Titel in: "My nearly raw vegan Experiment" ändern. ;-)

Es wird hier also nach wie vor Rohkostrezepte geben!

Also stay tuned...


1 Kommentare:

  1. Lieber Jörg,
    Gratulation zur dieser gesunden Entscheidung!
    3 Monate sind eine gute Zeit, um das Rohkostexperiment schon ein wenig beurteilen zu können, es jedoch auch wieder abbrechen oder modifizieren zu können, ohne daß es auf körperlicher oder seelischer Ebene Schwierigkeiten damit gibt.
    "Zufälligerweise" habe ich ja gestern von meiner früheren 100%-Rohkostzeit gepostet, und daß diese leider nicht so harmonisch geendet hat wie die Deinige und die Deiner Freundin...
    Also, wie gesagt: Ich finde es gut, daß Ihr es nun wieder lockerer nehmt. Mit Achtsamkeit für sich selbst geht man immer einen besseren Weg als mit zuviel Entschlossenheit und übersteigerter Disziplin.
    Liebe Grüße
    Iris

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