Montag, 29. Juli 2013

Montag, Juli 29, 2013
Wir haben mal wieder unsere Blutwerte überprüft.

Es hat uns vor allem B12, Folsäure, Calcium, Eisen und Jod interessiert, da Theresa ja noch stillt und wir wegen dem Kleinen sicher gehen wollten.
 

B12 




Um den Vitamin B12 Status zu bestimmen, reicht es nicht B12 im Serum untersuchen zu lassen. Vitamin B12 ist im Blut hauptsächlich an die Proteine Transcobalamin und Haptocorrin gebunden, wobei nur der an Transcobalamin gebundene kleinere Teil (rund 10–25%) biologisch verfügbar und damit aktiv ist. Dieser Komplex von Transcobalamin und Vitamin B12 wird Holotranscobalamin (Holo-TC) genannt. Die Bestimmung von Vitamin B12 im Serum zur Abklärung des Vitamin B12-Status weist deshalb eine limitierte Spezifität und Sensitivität auf, da auch das für den Körper nicht verfügbare inaktive B12 mitgemessen wird.
Um abzuklären, ob ein echter Mangel vorherrscht, kann eine zusätzliche Bestimmung des Holotranscobalamins oder der zwei Metabolite Methylmalonsäure  (MMA) und Homocystein Klarheit verschaffen. Beim Vitamin B12-Mangel ist das Holotranscobalamin erniedrigt, während die Konzentrationen der beiden Metabolite ansteigen, da ihre Weiterverarbeitung zu Succinat respektive Methionin gestört ist.

Holo-TC sollte also über 60 pmol/l liegen, während Homocystein unter 9 umol/l und Methylmalonsäure zwischen 50 und 300 nmol/l liegen sollte.

Die regelmäßige Einnahme eines B12 Präparates ist wirklich wichtig! Im Winter habe ich dies nicht regelmäßig getan und mein Homocysteinspiegel lag im Dezember bei 12.2 und im Februar bei 12.6 umol/l. 

Jetzt ist alles in bester Ordnung!

Ich nehme ein Vitamin B12 Präparat mit Methylcobalamin zum lutschen (siehe hier). Methylcobalamin ist die aktive Form des Vitamin B12 und muss nicht erst umgewandelt werden, wie dies bei Cyanocobalamin der Fall ist. Methylcobalamin wird sehr gut über die Mundschleimhaut aufgenommen (deshalb lutschen!). Dies ist wichtig, da die Ursache von Vitamin B12 Mangel häufig eine gestörte Resorption im Darm (fehlender Intrinsic Faktor) ist.
Durch die Aufnahme über die Mundschleimhaut wird dieses Problem umgangen.

Folsäure 

sieht sehr gut aus, sollte für veganer auch kein Problem sein, da Folsäure in grünem Blattgemüse reichlich vorhanden ist. Chlorella ist auch eine tolle Quelle für Folsäure.

Jod / Schilddrüse


Sieht auch gut aus. Im Winter ist das bei mir auch ein wenig aus dem Ruder gelaufen, weil ich kein Jod supplementiet habe. Mein TSH war leicht erhöht, weil zu wenig Schilddrüsenhormone zur Verfügung standen (TSH ist das Hormon, das die Schilddrüse stimuliert). TSH lag bei 4,23 mIU/l, FT4 war leicht ernidrigt und FT3 an der oberen Grenze.

Also Jod sollte uch auf jeden Fall substituiert werden, was aber kein Problem sein sollte da zum Beispiel Kelp Algen sehr viel natürliches Jod enthalten. Hiervon reicht eine Messerspitze alle zwei Tage. Von Jodsalz halte ich nichts, da hier synthetisches Jod zugesetzt wird.

Calcium sieht auch gut aus, liegt bei 2,37 mmol/l (im Winter 2,41) der Grenzwert liegt zwischen 2,2 - 2,65 mmol/l. Ich kann die Reis- und Hafermilch von Alnatura empfehlen, 
wer mit Calcium Probleme haben sollte, die sind mit calciumreichen Rotalgen angereichert.
Aber normalerweise dürfte Calcium kein Problem sein.


Eisen
Eisen wurde leider nicht explizit bestimmt, aber die Anzahl der Erythrozyten und das Haemoglobin lassen gut auf die Eisenversorgung schließen.



Das sieht auch sehr gut aus, vor allem wenn man bedenkt, dass Theresa während der Schwangerschaft im Tief irgendwo bei 3,4 bei den Erys und beim Haemoglobin knapp unter 10 war! Die Leukozyten sind ein etwas niedrig, hmm, aber die sind bei mir auch an der unteren Grenze, denke das ist nicht schlimm.



Also die Blutwerte sehen jetzt wieder sehr gut aus, aber man muss wirklich auf einige Sachen achten. Wenn man es schleifen lässt wie ich im Winter, macht sich das schon im Blut bemerkbar.

Ich werde demnächst nochmal einen kleinen Artikel über die kritischen Nährstoffe bei Veganern schreiben, in den ich einen aktuellen Vortrag der ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Uni Giessen und meine eigenen Erfahrungen einfließen lasse.




Liebe Grüße Jörg







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