Samstag, 2. August 2014

Samstag, August 02, 2014
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hierüber kursieren viele, teils verwirrende Informationen im Internet, woraus sich mehr Fragen als Antworten ergeben:

Ist B12 aus Algen nun für den Menschen verwertbar oder nicht?
Nehme ich Vitamin B12 in Form von Cyanocobalamin oder Methylcobalamin?
Spritzen, Schlucken, Lutschen?

Ich versuche hier einmal ein wenig Licht ins Dunkel der B12 Mythen zu bringen. Der Artikel ist bedingt durch mein Medizinstudium etwas ausführlich geraten. Wem das zu viel ist, der kann die Zusammenfassung am Ende des Artikels lesen.

Gleich vorweg eine schlechte Nachricht für alle Veganer:

Vitamin B12 muss substituiert werden, da pflanzliche Lebensmittel kein verwertbares B12 enthalten!

aber auch Vegetarier sollten auf ihren Vitamin B12 Status achten, da es in Milchprodukten nur in geringen Mengen vorkommt und zudem sehr hitzelabil ist und Milch ja bekanntlich fast immer pasteurisiert wird.

Dr. Cousens hat auf Studien hingewiesen, die einen Vitamin B12-Mangel bei ca. 80 Prozent aller strikten Vegetarier und Veganer belegen, die Vitamin B12 nicht substituieren.
Weiter wird geschätzt, dass bereits jede zweite Person über 50 Jahre subklinische Symptome eines Vitamin-B12-Mangels aufweist. Man könnte fast von einer Epidemie bei älteren Menschen sprechen.

Kein anderes Vitamin kommt in der Nahrung so selten vor wie Vitamin B12 und
bei keinem anderen Vitamin ist die Assimilation im Darmtrakt mit so vielen Schwierigkeiten verbunden.
Hinzu kommen Probleme bei der Herstellung von Nahrungsmitteln:
Vitamin B12 ist hitzelabil und wird schnell denaturiert und zerstört, wenn man z.B. Grill, Bratpfanne und Mikrowelle einsetzt.

Um den Körper mit ausreichend Vitamin B12 zu versorgen müssen gleich zwei Voraussetzungen erfüllt werden:
die Zufuhr von Vitamin-B12-haltigen Nahrungsmitteln und eine optimale Assimilation im Darm sind zu gewährleisten!
Wenn die Assimilation nicht funktioniert kann man so viel B12-haltige Nahrung essen, wie man will, es wird trotzdem kaum aufgenommen.


Auf der anderen Seite ist Vitamin B 12 extrem wichtig:

Vitamin B12 ist der König unter den Vitaminen - kein anderes Vitamin übt einen vergleichbaren Einfluss auf das körperliche, mentale und emotionale Wohlergehen des Menschen aus.
Zu den zentralen Aufgaben von Vitamin B12 gehören u.a. viele Aufgaben im Bereich des Nervensystems, des Stoffwechsels, der Blutbildung und Entgiftung.

Hinzu kommt, dass die Anforderungen an unseren Körper im Laufe der Zeit stark gestiegen sind. Früher gab es viel weniger toxische Umweltbelastungen als heute. Auch die Nahrung hatte damals einen höheren Nährwert. Die Menschen litten viel weniger unter Stressbelastung und Schlafmangel. Unsere toxische Umwelt verlangt mehr Vitamin B12, als der Mensch vor 100 Jahren gebraucht hat. Die Leber braucht B12, um Toxine unschädlich zu machen. Fehlt es, können diese Toxine in unserem Körper akkumulieren und Erkrankungen wie Fibromyalgie, chronische Müdigkeit, Krebs und diverse Entzündungen auslösen.




Vorkommen:

Vitamin B12 wird ausschließlich durch Mikroorganismen - insbesondere Bakterien gebildet, die als Symbionten sowohl im Verdauungstrakt von Tieren als auch auf der Oberfläche von Pflanzen vorkommen.

In Algen, Sauerkraut und Co. befinden sich sog. Vitamin B12-Analoga, die zwar eine ähnliche Struktur aufweisen, vom Körper aber nicht verwertet werden können.
Das Gegenteil ist sogar der Fall: Sie besetzen Vitamin B12-Rezeptoren im Körper, wodurch die Resorption von echtem Vitamin B12 eingeschränkt wird!

Früher konnten Tests nicht zwischen echtem Vitamin B12 und Vitamin B12 Analoga unterscheiden, wodurch die Gerüchte über pflanzliche Vitamin B12 Quellen enstanden sind.
Mittlerweile konnten diese Vitamine aber eindeutig als Vitamin B12-Analoga identifiziert werden.
Leider können herkömmliche Vitamin B12 Bluttests dies immer noch nicht unterscheiden,
weshalb dieser Test zur Bestimmung des Vitamin B12 Status ungeeignet ist.
Hierzu aber mehr am Ende dieses Artikels.

Im Moment ist kein pflanzliches Lebensmittel bekannt, das verwertbares Vitamin B 12 enthält!

Die einzige Möglichkeit Vitamin B12 bei ausschließlich pflanzlicher Ernährung aufzunehmen ist durch die o.g. Bakterien, die Vitamin B12 bilden. Diese kommen in der Erde vor und befinden sich dann auch auf ungewaschenen Pflanzen.
Gorillas beispielsweise essen Pflanzen ungewaschen. Außerdem essen Sie ab und zu Erde und 0,1% ihrer Nahrung besteht aus Insekten. Dies ist ausreichend um Ihren Vitamin B12 Bedarf zu decken. Folglich wären wir auch in der Lage unseren Vitamin B12 Bedarf auf natürliche Art zu decken.

Und tatsächlich funktioniert das auch in Ländern in denen der Hygienestandard nicht so hoch ist:

Wissenschaftler haben festgestellt, dass vegetarisch-lebende Völker in Südindien aufgrund ihrer „unhygienischen" Esskultur (z.B. dem Essen von ungewaschenem, grünem Blattgemüse) auch tierische Kotreste, Insekteneier, Larven und Parasiten auf den Teller gelangen.
Vor allem Kotreste können Spuren von Vitamin B12 enthalten. Kleinstlebewesen enthalten, wie alle tierischen Lebensmittel, auch Vitamin B12. Wissenschaftlern ist aufgefallen, dass dieselben Inder, wenn sie nach England ausgewandert waren und ihre vegetarische Ernährungsweise beibehalten, überproportional häufig an Anämie erkrankten. Da ihre Essgewohnheiten in England hygienischer wurden, landeten keine Vitamin-B12-haltigen Kleinlebewesen mehr auf ihren Tellern.

Den Vitamin B12 Bedarf durch ungewaschene Wildkräuter/ Obst/ Gemüse zu decken ist allerdings viel zu unsicher.
Falls dies jemand veruchen sollte, muss er zwingend regelmäßig seinen Vitamin B12 Status kontrollieren! (Mehr dazu am Ende dieses Artikels)

Denn durch einem Vitamin B12 Mangel entstehen teils irreversieble Schäden! (siehe nächster Abschnitt)

Also zur Sicherheit auf jeden Fall substituieren!

Über die verschiedenen Formen von Vitamin B12 gibt es ebenfalls verwirrende Informationen.

Es gibt vier verschiedene Formen des Vitamin B12:
  • Cyanocobalamin
  • Methylcobalamin
  • Hydroxycobalamin
  • Adenosylcobalamin


Bei Methylcobalamin und Adenosylcobalamin handelt es sich um die beiden aktiven Co-Enzym Formen des Vitamin B12.

Die beiden anderen Formen müssen vom Körper erst in die aktive Form umgewandelt werden. Bei Cyanocobalamin wird hierbei Cyanid (Blausäure) abgespalten. Die dabei enstehende Menge ist zwar sehr gering, trotzdem würde ich deshalb Methylcobalamin dem Cyanocobalamin vorziehen, zumal Methylcobalamin besser über die Mundschleimhaut absorbiert wird und auch besser in der Leber gespeichert werden kann.

Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass die Konzentration des Vitamin B12 innerhalb des Nervensystems und der Zerebrospinalflüssigkeit niedrigere Werte als im Blut aufweisen kann. Am besten kann Methylcobalamin die Blut-Hirn-Schranke überwinden und sollte auch deswegen Cyanocobalamin vorgezogen werden, wie neuere Studien belegen.

Cobalamin übrigens, weil Vitamin B12 das Spurenelement Kobalt als Zentralatom enthält. Vitamin B12 ist das einzige mineralhaltige Vitamin. Eigentlich besitzen nur Enzyme Spurenelemente als Zentralatom.
Deshalb verfüttert die Futtermittelindustrie auch massenhaft Cobalt an die Schweine und Kühe um deren B12 Status nach oben zu bekommen.
Da dies nicht reicht wird zusätlich Vitamin B12 verfüttert. Die Futtemittelindustire ist der größte Abnehmer von synthetisch hergestelltem Vitamin B12, da durch das unnatürlich Kraftfutter die Darmflora derart gestört ist, dass diese nicht genügend Vitamin B12 bilden kann.





Folgen eines B12 Mangels:


Durch Mangel an Vitamin B12 kommt es zur perniziösen Anämie (makrozytär, hyperchrom). Die Patienten leiden an Müdigkeit, Schwäche, Gewichtsabnahme sowie Dyspnoe. Es kommt zu Polyneuropathien durch Demyelinisierung von Nervenfasern mit schmerzhaften Parästhesien (40 %) an Händen und Füßen, Störungen der Tiefensensibilität, Abschwächung oder Fehlen der Muskeleigenreflexe und eventuell Hinzukommen von pathologischen Reflexen (Babinski). Des Weiteren kann es zu Augenmuskellähmungen und Retrobulbärneuritis kommen.

Weitere Symptome können sein:
Antriebsschwäche, Apathie und Lustlosigkeit, Anämie, frühzeitiges Ergrauen der Haare, beschleunigte Alterung, allgemeiner gesundheitlicher Verfall, Depressionen, psychische Störungen, Vergesslichkeit und Gedächtnisschwund, Abnahme des geistigen und körperlichen Leistungsvermögens, Demenz, Senilität, unerklärliche Schmerzen infolge einer Nervenschädigung, Missempfindungen, Taubheitsgefühle, Hör- und Sehstörungen, Muskelzucken und Zittern, Inkontinenz, multiple Sklerose und Parkinson-Krankheit – um nur einige Krankheitserscheinungen zu nennen.




Ursachen eines B12 Mangels:


Als Ursachen für einen Vitamin 12 Mangel kommt folgendes in Betracht:


  • zu geringe Aufnahme über die Nahrung (vegane Ernährung)
  • Erhöhter Verbrauch (z.B.: Schwangerschaft)
  • Resorptionsstörung durch Schädigung der Magenschleimhaut
  • Einnahme bestimmter Medikamente (Trimethoprim, Methotrexat, Kontrazeptiva etc.)

Hauptursache ist neben der zu geringen Aufnahme die Resorptionstörung, weshalb ich hierauf detailierter eingehen möchte:
Eine Resorptionsstörung bildet sich vorallem dann heraus, wenn die Magen- bzw. Darmschleimhaut und damit das komplexe Resorptionssystem für Vitamin B12 geschädigt ist. Um Vitamin B12 aufnehmen zu können müssen gleich mehrere Voraussetzungen erfüllt werden:

1. Der Magen muss ausreichend hydrochlorsäurehaltigen Verdauungssaft bereitstellen. Jeder zweite Erwachsene über 50 produziert zu wenig oder überhaupt keine Magensäure (HCl).


2. Vitamin B12 muss sich an einen sogenannten „Intrinsic Factor" in der Magenschleimhaut binden, bevor es dann im Dünndarm assimiliert werden kann (s.u.).



3. Die obere Dünndarm-Schleimhaut muss gesund und frei von Schlacken sein, damit das Vitamin auch resorbiert werden kann.


Folglich können die Ursachen einer Resorptionsstörung vielfältig sein:


  • Entzündungen von Magen, Darm und/oder Bauchspeicheldrüse
  • Magen-/Darm-Operationen (z.B.: Teilresektion des Magens...)
  • Medikamente, Alkohol oder Drogen
  • Nährstoffmangel (z.B.: Calcium)
  • Pilz- oder Bakterienbefall im Darm
  • ...

Um Vitamin B12 aufnehmen zu können, muss das in der Nahrung üblicherweise an Proteine gebundene Vitamin B12 zunächst durch bestimmte Enzyme vom Protein getrennt werden (bei Vitaminpräparaten entfällt dieser Schritt).
Danach wird das Vitamin B12 von einem Transportprotein namens Haptocorrin in den Dünndarm transportiert.
Hier wird es an den sog. Intrinsic Factor gebunden, der das Vitamin zu bestimmten Rezeptoren in der Darmschleimhaut transportiert, wo es schließlich in die Schleimhautzellen gelangt.
Der Intrinsic Factor wird durch die Belegzellen (Parietalzellen) der Magenschleimhaut gebildet. Wird die Magenschleimhaut geschädigt kann es zu einer Störung in der Bildung des Intrinsic Factors und dadurch zu einem Vitamin B12 Mangel kommen.

Eine Schädigung der Magenschleimhaut kann nun mehrere Ursachen haben. Hauptursache ist eine chronische Typ-A Gastritis, durch immunologische Zerstörung der Intrinsic-Faktor-produzierenden Parietalzellen oder eine Helicobacter-pylori Infektion. Aber auch andere die Mangenschleimhaut schädigende Faktoren wie starker Alkoholkonsum, stark übersäuernde Fleischnahrung und Medikamente spielen eine große Rolle. Pilzbesiedlung und Medikamenteneinnahme (z.B. Säureblocker, Antibiotika, Pille) können die Aufnahme deutlich verringern.

Die Menge der Intrinsic-Factor-Rezeptoren ist begrenzt, weshalb nur rund 1,5 µg Vitamin B12 pro Dosis oder Mahlzeit auf diesem Wege aufgenommen werden können.
Ein weiterer Teil von etwa 1% der Dosis gelangt unabhängig vom Intrinsic Factor durch passive Diffusion in die Zellen. Aufgrund dieses geringen Prozentsatzes, ist dieser Weg aber erst bei höheren B12-Dosen wirklich relevant ist aber für die Sunstituierung von Vitamin B12 interessant:




Substituierung von Vitamin B12


Es gibt zwei Möglichkeiten Vitamin B12 zu substituieren:


  • Oral   [schlucken oder lutschen (sublingual)]
  • Injektion


Zur Injektion würde ich nur bei einem ausgeprägten B12 Mangel zur sorfortigen Therapie greifen. Für alle anderen Fälle reicht die orale Zufuhr. Hierbei muss ich jetzt die Resorptionsvorgänge bzw. die Aufnahmekapazität berücksichtigen und mir überlegen, ob ich lieber täglich kleine Mengen zuführe, die dann ganz normal über den Intrinsic Faktor aufgenommen werden oder lieber wöchentlich größere Dosen bevorzuge:



  • regelmäßig kleine Mengen
  • 1 oder 2 große Dosen pro Woche


Ob man nun regelmäßig kleine Dosen zu sich nehmen möchte oder aber 1-2 große Dosen pro Woche substituiert, bleibt einem selbst überlassen und spielt für den Vitamin B12 Spiegel keine Rolle. Man rät zwar dazu täglich kleine Dosen vorzuziehen, da dies der natürlichen Aufnahme des Körpers am meisten entspricht, aber bis jetzt sind keine Nachteile bekannt die durch große Dosen Vitamin B12 entstehen würden.

Sollte eine Resorptionsstörung im Darm vorliegen, muss zwingend über hohe Dosen substituiert werden, da hier nur die passive Diffusion im Darm und eventuell zusätzlich bei sublingualer Gabe (Lutschtabletten) die Resorption über die Mundschleimhaut funktioniert.

Ein weiterer Punkt, der nicht zu vernachlässigen ist, sind die Zusatzstoffe in den verschiedenen Präparaten, die bei der Wahl der Substituierungsmethode beachtet werden sollten.


Auf jeden Fall sollte mit Methylcobalamin substituiert werden, da dies die natürliche aktive Form des Vitamin B12 ist und nicht noch umgewandelt werden muss. Bei der Umwandlung von Cyanocobalamin ensteht Blausäure, was man sich sparen kann. Außerdem wird B12 besser resorbiert und in der Leber gespeichert. (s.o.)

Die empfohlene Tagesdosis für Vitamin B12 liegt nach neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen bei gesunden Menschen etwa bei 4 -7µg, verteilt auf mehrere Dosen über den Tag.
Die internationale Vegan Society empfiehlt für Veganer noch etwas mehr, nämlich mindestens 10 µg pro Tag


Gehen wir von diesen 10µg pro Tag aus, ergibt das folgende folgenden Mengen (bei gesunden Menschen ohne Resorptionsprobleme) :

  •   5mal täglich 50µg      Resorption: 1,5µg (Intrinsic Faktor) + 0,5µg passive Diffusion = 2g pro Dosis
  •   4mal täglich 100µg    Resorption: 1,5µg  + 1µg = 2,5µg pro Dosis.
  •   3mal täglich 230µg   Resorption: 1,5µg + 2,3µg = 3,3g pro Dosis

Am praktischsten für diese Methode ist es, flüssiges Methylcobalamin in ein Getränk zu geben und über den Tag verteilt zu trinken. Unser flüssiges Methylcobalamin enthält zudem fast keine Zusatzstoffe! 
Hier reicht es 1 Tropfen (200µg B12) in eine Wasserflasche zu geben und über den Tag verteilt zu trinken. Diese Methode bietet sich auch für die Substituierung von Kleinkindern an. 
Wir machen das so mit unserem Kleinen. Wir benutzen dieses hier:
 

http://www.naturalfoodshop.de/index.php?main_page=product_info&cPath=14_16&products_id=109







Ein Fläschchen mit 10ml reicht dann etwa für 200 Tage!






  •   1mal täglich 1000µg

wären somit sogar bei Menschen mit Resorptionsstörung ausreichend, da hier 10µg über passive Diffusion im Darm aufgenommen werden.
Bei Lutschtabletten kommt noch die Resorption über die Mundschleimhaut hinzu und man könnte die Tagesdosis reduzieren.

Man geht davon aus, dass über die Mundschleimhaut genauso wie im Darm 1% resorbiert werden.
 
Hierfür eignet sich dieser Artikel sehr gut, der im Gegensatz zu Lutschtabletten, außer dem Füllstoff Mannit, keine Zusatzstoffe enthält:


http://www.naturalfoodshop.de/index.php?main_page=product_info&cPath=14_16&products_id=92










  • 1mal proWoche 5000µg

Hier werden 50µg über passive Diffusion im Darm und eine ähnlich große Menge über die Mundschleimhaut resorbiert. Diese Menge ist ausreichend um nur einmal pro Woche zu substituieren auch bei Resorptionsstörungen. Die Aufnahme von 1,5 µg über den Inrinsic Factor sind zu vernachlässigen.
Hierfür eignen sich diese Lutschtabletten am besten:



http://www.naturalfoodshop.de/index.php?main_page=product_info&cPath=14_16&products_id=16







Überprüfung des B12 Status


Um den Vitamin B12 Status zu bestimmen, reicht es nicht B12 im Serum untersuchen zu lassen. Dieser Test ist zu ungenau, da hierbei auch inaktive Vitamin B12 Analoga im Blut erfasst werden, weshalb der Serum B12 Wert nicht sehr aussagekräftig ist.
Wenn der Serum B12 Wert zu niedrig ist, kann dies einen Anhaltspunkt liefern, dass ein B12 Mangel vorliegt,
reicht aber für die Bestimmung eines B12 Mangels nicht aus.
Ebenso kann bei normalen Vitamin B12 Werten im Blut kein Rückschluss auf eine ausreichende Vitamin B12 Versorgung gezogen werden. Die Bestimmung von Vitamin B12 im Serum zur Abklärung des Vitamin B12 Status weist deshalb eine limitierte Spezifität und Sensitivität auf, da auch das für den Körper nicht verfügbare inaktive B12 mitgemessen wird.

Der früheste Indikator für einen Mangel sind erniedrigte Holo-TC-Werte. Vitamin B12 ist im Blut hauptsächlich an die Proteine Transcobalamin und Haptocorrin gebunden, wobei nur der an Transcobalamin gebundene kleinere Teil (rund 10–25%) biologisch verfügbar und damit aktiv ist. Dieser Komplex von Transcobalamin und Vitamin B12 wird Holotranscobalamin (Holo-TC) genannt.
Um abzuklären, ob ein echter Mangel vorherrscht, kann eine zusätzliche Bestimmung des Holotranscobalamins oder der zwei Metabolite Methylmalonsäure (MMA) und Homocystein Klarheit verschaffen.

Beim Vitamin B12-Mangel ist das Holotranscobalamin erniedrigt,
während die Konzentrationen der beiden Metabolite ansteigen, da ihre Weiterverarbeitung zu Succinat respektive Methionin gestört ist.

Methyl-Malonsäure akkumuliert in Blut und Urin, wenn Vitamin B12 von den Zellen nicht aufgenommen und verstoffwechselt wird.
Der Blut- und Urintest auf MMA wird deshalb von Spezialisten als 100 pozentig aussagekräftige Bestimmung des Vitamin-B12-Stoffwechsels angesehen.


Man kann diesen Test beim Arzt seines Vertrauens durchführen lassen. Die Kosten für den Test werden jedoch leider nicht von der Krankenkasse übernommen. Man kann den Test auch selbst durchführen. Hierfür gibt es solche MMA Urintests:


http://www.naturalfoodshop.de/index.php?main_page=product_info&cPath=4&products_id=97










Holo-TC sollte also idealerweise über 60 pmol/l liegen, während Homocystein unter 10 µmol/l und Methylmalonsäure zwischen 50 und 270 nmol/l liegen sollte.


Definitiv von einem Mangel kann man bei folgenden Werten ausgehen:



Holo-Transcobalamin II (Holo-TC)

< 35 pmol/l

Methylmalonylsäure (MMA)


> 271 nmol/l
Homocystein > 12 μmol/l







Zusammenfassung:

 
Vitamin B12 ist der König unter den Vitaminen - kein anderes Vitamin übt einen vergleichbaren Einfluss auf das körperliche, mentale und emotionale Wohlergehen des Menschen aus. Kein anderes Vitamin hat solch eine komplexe Struktur wie Vitamin B12, kommt so selten in der Nahrung vor und wird so schwierig vom Körper resorbiert.
Zu den zentralen Aufgaben von Vitamin B12 gehören u.a. viele Aufgaben im Bereich des Nervensystems, des Stoffwechsels, der Blutbildung und Entgiftung. 
Ein Mangel an Vitamin B12 führt zu teils irreversieblen Schäden!

In pflanzlicher Nahrung befindet sich kein Vitamin B12. Spirulina, Sauerkraut & Co. enthalten nur B12-Analoga, die der menschliche Körper nicht verwerten kann, schlimmer noch sie bestzen Vitamin B12 Rezeptoren, wodurch die Aufnahme von echtem B12 behindert wird.

Vitamin B12 muss also bei einer ausschließlich pflanzlichen Ernährung substituiert werden! 
Aber auch Vegetarier sollten substituieren, da Milchprodukte sehr wenig B12 enthalten. Omnivoren v.a. über 50 Jahren sollten ebenfalls substituieren, da durch die jahrelange säurebildende Nahrung oft die Darmschleimhaut geschädigt und die Aufnahme von B12 gestört ist.

Die Notwendigkeit Vitamin B12 substituieren zu müssen steht der Tatsache dass es sich bei der veganen Nahrung um unserer natürlichen Nahrung handelt, nicht entgegen. Da zum einen Omnivoren ebenfalls von einem B12 Mangel betroffen sind und wenn wir wie füher, reichlich ungewaschene Pflanzen mit "Verunreinigungen" wie Erde, Insekten etc. zu uns nehmen würden, wir unseren B12 Bedarf auf natürliche Weise decken könnten (Gorillas schaffen das auch mit einer 99,9%igen pflanzlichen Nahrung). Außerdem war der Bedarf früher nicht so hoch wie heute, da die Leber Vitamin B12 braucht um Umwelttoxine zu neutralisieren.

Vitamin B12 sollte mit Methylcobalamin substituiert werden, da dies die natürliche, aktive Form des Vitamin B12 ist. Methylcobalamin braucht nicht umgewandelt zu werden, es wird besser über die Mundschleimhaut resorbiert, besser in der Leber gespeichert und passiert die Blut-Hirn-Schranke besser als andere Formen wie z.B.: Cyanocobalamin bei dessen Umwandlung sogar geringe Mengen Blausäure enstehen.

Es gibt die verschiedenen Arten der Resorption (passive Diffusion, IF) zu beachten, wonach sich Menge und Häufigkeit der Einnahme richten. (s.o.)

Der normale B12 Bluttest beim Arzt ist nicht aussagekräftig, da dieser ebenfalls Vitamin B12 Analoga im Blut erfasst. Um den B12 Status zu bestimmen muss man den Holo-TC-Wert, den Homocysteinwert oder den Methylmalonsäurewert bestimmen. (s.o.)


10 Kommentare:

  1. Guter Artikel. Was sagst du zu den angeblich neuesten Erkenntnissen?

    https://www.youtube.com/watch?v=a7UPEh7cCuc&list=UUBKaFNrn3t-TOKZ4GOF76Rg

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  2. Habe ich schon gehört, ist aber noch nicht bestätigt. Ich habe jetzt mal eine Anfrage an Dr. Keller von der Uni Gießen gestellt. Mal sehen was da zurück kommt...

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  3. Toller Artikel! Vielen Dank dafür! :-)

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  4. Danke für den Artikel! Wo kann man den flüssiges Methylcobalamin (tröpfchen für tägliche nutzung) kaufen? LG Olivia

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  5. Hallo Olivia,
    Methylcobalamintropfen findest Du hier:
    http://www.naturalfoodshop.de/index.php?main_page=product_info&cPath=14_16&products_id=109

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  6. Werde mir das auf jedenfall zuführen..
    Das könnte auch der Grund sein ,das mein vegan ernährter Hund so gerne Erde frisst....
    kann ich das meinen Tieren auch geben ?

    Danke und lieben Gruss Monika

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  7. Klar kannst Du das Deinen Tieren auch geben... :-)

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  8. Grandedisinformazione su Vit.B12. Traduci questo articolo del maestro filosofo e naturopata Valdo Vaccaro della scuola igienista naturista http://valdovaccaro.blogspot.it/2014/01/la-grande-disinformazione-sulla.html#uds-search-results

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  9. Sehr informativer Artikel. Ich denke, dass man ab einem gewissen Alter den Vitamin B12 von einem Arzt kontrollieren lassen sollte. http://www.vitamin-b12mangel.de

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  10. Hallo und vielen Dank für den Artikel! Mir sind noch ein paar Details zur Einnahme unklar.

    Die unter 1mal täglich 1000ug empfohlenen Kapseln sind zum schlucken, richtig? Kannst du auch Lutschtabletten für 1mal täglich empfehlen?

    Ist ein Tropfen des flüssigen B12 in einer Wasserflaschen über den Tag verteilt zu trinken nicht zu wenig?

    Danke und viele Grüße! :)

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