Samstag, 1. Oktober 2016

Samstag, Oktober 01, 2016
Eine kleine Zusammenfassung der ereignisreichen letzten Tage:


Samstag, 17.09.16

Heute morgen habe ich den Schock meines Lebens bekommen. So schnell war ich noch nie wach: 

Meine Frau hat bei unserem Kleinen (3,5 Jahre) übernachtet und ich im Schlafzimmer. Heute Morgen (7 Uhr) kommt der Knirps dann zu mir rüber, will mich wecken, macht die Schlafzimmertür auf und meint: "Papa, der Kleine guckt raus." 

Ich noch im Halbschlaf und das gerade gehörte irgendwie versucht zu interpretiern: "Was?". 

Er wiederholt: "Papa der Kleine guckt raus." 

Ich jetzt sehr irritiert und der Puls schon von 60 auf 110 gestiegen: "WAS ?". 
 
Er wieder, jetzt neben meinem Bett stehend: "Papa, der Kleine guckt raus!" 

Ich jetzt hellwach, im Bett sitzend, Puls 160, die ersten verstörenden Bilder in meinem Kopf versucht zu ordnen:"WAAAAAAAAAAS???". 

Er zeigt auf seinen kleinen Zeh der aus der Knopfleiste seines Strampelschalfanzugs rausschaut:" Papa der Kleine guckt raus!" 

Ich immer noch mit Puls 160 aber extrem erleichtert: "Aaaach sooooooo." *schwitz*. 

Verwirrend an dieser Kommunikation war für mich jetzt nur die Tatsache, dass Theresa im 9. Monat schwanger und 3 Tage über dem Geburtstermin war...


Montag 19.09.16

Heute war es dann tatsächlich soweit und der Kleine hat rausgeschaut ;-)

Nach einer anstrengenden aber natürlichen Geburt, kam um 22:00Uhr unser Kleiner auf die Welt:





Die Geburt hat, wie schon bei unserem Großen, im Krankenhaus in Germersheim stattgefunden. Die Asklepios Klinik in Germersheim ist ein von der UNICEF und der WHO als Baby- bzw. stillfreunlich ausgezeichnetes Krankenhaus. 






Hier wird auch überall darauf hingewiesen wie wichtig es ist zu stillen:




So sieht der Kreissaal aus:





Die Geburt wurde von unserer Hebamme Birgit Piorr-Kemmer, die uns auch schon vor der Geburt und bei Mika betreut hat, begleitet. Ein herzliches Dankeschön noch einmal auf diesem Weg.

Der "Kleine" kam mit 3600g auf die Welt, während Mika nur 2490g wog.

Wir waren mit Germersheim wieder voll zufrieden. Unsere Wünsche wurden berücksichtigt und stellten kein Problem dar, was aber auch an unserer Hebamme lag. So wurde die Nabelschnur erst 70 Minuten nach der Geburt durchtrennt. Es ist sehr wichtig, dass die Nabelschnur noch mindestens eine Stunde mit der Plazenta verbunden bleibt. Ich gehe hierauf später noch einmal ausführlich ein.
Die standardmäßige Vitamin-K-Gabe habe ich, wie auch schon bei Mika abgelehnt, da hier synthetisches Vitamin K verabreicht wird, welches im Verdacht steht Leukämie auszulösen.

Das wären die Tropfen aus dem Krankenhaus gewesen:




KaVit Tropfen von InfectoPharm (Wer ist denn auf diesen Namen gekommen? Infecto Pharm?!)

Diese enthalten synthetisches Vitamin K1. 

Wir nehmen statt dessen, naturliches Vitamin K2 (MK-7):



https://www.naturalfoodshop.de/nahrungsergaenzung/252-vitamin-k2-tropfen-organisch-aus-menachinon-mk-7-vegan-natuerlich-kaufen.html 


Über den Sinn und Zweck dieser Vitamin-K-Gabe kann man sich streiten. Sie soll Hirnblutungen beim Neugeborenen verhindern, da die Muttermilch angeblich zu wenig Vitamin K enthält. Wenn das so wäre, frage ich mich allerdings wie die Menschheit bis heute überlebt hat. Meiner Meinung nach reichert eine gesunde Ernährung der Mutter, mit viel frischem grünen Blattgemüse, die Muttermilch ausreichend mit Vitamin K an. Auch Haferflocken haben einen hohen Vitamin-K-Gehalt. 
Da wir aber eine natürliche Alternative gefunden haben, geben wir dem Kleinen alle 2-3 Tage einen Tropfen. Vor allem aber geben wir ihm diesen wegen der Vitamin-D-Prophylaxe, denn Vitamin D ist immer mit Vitamin K zu kombinieren, da diese synergistisch wirken und sonst unerwünschte Effekte entstehen würde. Verkalkung von weichem Gewebe zum Beispiel.


Zur Vitamin-D-Prophylaxe nehmen wir vegane, natürliche Vitamin D Tropfen:



https://www.naturalfoodshop.de/nahrungsergaenzung/253-vitamin-d3-tropfen-1000-ie-vegan-natuerlich-kaufen.html


Die Vitamin-D-Prophylaxe ist tatsächlich sehr wichtig! 
Der Körper kann ab Oktober kein Vitamin D mehr bilden, da hier der Stand der Sonne zu niedrig ist und die für die Vitamin-D-Bildung verantwortlichen UVB-Strahlen herausgefiltert werden. Hier nützt es auch nichts sich den ganzen Tag nackt in die Sonne zu stellen. 
Aber selbst im Sommer ist es schwierig ein Neugeborenes so der Sonne auszusetzen, damit genügend Vitamin D gebildet wird.
Studien haben gezeigt, dass eine tägliche Gabe von 2000IE im ersten Lebensjahr, das Risiko an Diabetes Typ I zu erkranken um 80% senkt!

Hier ausführliche Informationen zur Bedeutung von Vitamin D in meinem: Vitamin-D-Artikel.

Viele haben Angst zu viel Vitamin D zu geben. Wenn man bedenkt, dass man Säuglingen jahrelang eine Dosis von 200.000 IE als Standardprophylaxe gegeben hat, dann dürften 2000 IE wohl kein Problem sein. Allerdings immer nur in Verbindung mit Vitamin K2!

Alle anderen Nährstoffe sollte das Baby über die Muttermilch bekommen, weswegen die Ernährung der Mutter natürlich sehr wichtig ist. Hier verweise ich auf meinen Artikel über den Vitamin und Nährstoffbedarf in der Schwangerschaft, der so auch auf die Stillzeit Anwendung findet:



Hier ist vor allem (neben Vitamin D+K) auf eine ausreichende und regelmäßige Vitamin-B12-Versorgung zu achten. Anders als in der Schwangerschaft geht hier hauptsächlich das täglich zugeführte Vitamin B12 in die Muttermilch über und nicht das B12 aus den Speichern in der Leber, weswegen es sinnvoll ist täglich B12 zu substituieren. Hier bieten sich B12 Tropfen an oder 1000µg Kapseln.


https://www.naturalfoodshop.de/suche?controller=search&orderby=position&orderway=desc&search_query=methyl&submit_search=


Omega-3-Fettsäuren sind zwar vor allem während der Schwangerschaft für die Gehirnentwicklung des Babys wichtig, da die Gehirnentwicklung aber nach der Geburt noch lange nicht abgeschlossen ist, sollte auch während der Stillzeit auf eine ausreichende Zufuhr geachtet werden:

"Auf die Zufuhr dieser essentiellen Fettsäuren sollte man unbedingt achten! Laut Studien sollte man bis zu 2g pro Tag zu sich nehmen, dies wirkt sich positiv auf den IQ des Kindes aus. Wenn man bedenkt, dass in der ersten Schwangerschaftshälfte bis zu eine halben Million Neuronen pro Minute im Gehirn des Babys gebildet werden, ist es nicht verwunderlich, dass die Verfügbarkeit des wichtigsten Baustoffs direkten Einfluss auf die Gehirnentwicklung und den IQ hat. Hierbei sind vor allem die DHA und EPA der Omega-3 Fettsäuren wichtig. In den üblichen Pflanzen (Leinsamen zum Beispiel) findet man leider nur ALA (Alpha Linolensäure). Diese kann zwar zu DHA und EPA umgewandelt werden, allerdings nur zu einem geringen Teil (1-5%). Durch den erhöhten Bedarf an EPA und DHA ist der Stoffwechsel von Säuglingen sogar in der Lage mehr ALA in EPA und DHA Umzuwandeln, als der von Erwachsenen. Allein diese Tatsache zeigt schon die Wichtigkeit dieser Fettsäuren."

Theresa nahm schon während der gesamten Schwangerschaft veganes EPA und DHA und macht das auch jetzt in der Stillzeit:

https://www.naturalfoodshop.de/omega-3/20-opti-3-omega-3.html

Unser Erster wog ja nur 2490g und unser Zweiter kam jetzt auf 3600g. Bei der Ernährung während der Schwangerschaft haben wir nicht viel anders gemacht als bei unserem ersten. Bis auf das Eiweiß. Damals gab es noch nicht so viele hochwertige pflanzliche Eiweißpulver wie heute bzw. waren diese schwerer zu bekommen. Hier haben wir Reis- Erbsen und Hanfproteinpulver genommen. Außerdem haben wir noch ein veganes Aminosäurepräparat entdeckt, das nur die essentiellen Aminosäuren enthält. Theresa hat damit allein 10g ihres täglichen Eiweisbedarfs gedeckt. Vielleicht liegt es ja daran? Das war das hier:


https://www.naturalfoodshop.de/protein-bzw-aminosaeuren/307-multi-essential-amino-pattern-essentielle-aminosaeuren-240-vegane-tabletten.html
 


Aber wahrscheinlich ist das zweite Kind immer etwas größer als das Erste. Das hört man zumindest immer....


Sonntag, 02.10.16

Heute war unsere Hebamme wieder da und wir haben den "Kleinen" gewogen.
Normalerweise sollen Babys etwa nach 14 Tagen ihr Geburtsgewicht wieder erreichen. Babys nehmen nach der Geburt erst mal ab, das ist völlig normal. Im Bauch wurde das Baby durch die Mutter versorgt und musste nichts dafür tun. Jetzt muss es saugen um an die begehrte Muttermilch zu kommen, was schon mal Kalorien verbrauch. Auch muss sich das Neugeborene an seine Umwelt anpassen, was nicht so einfach ist. Vor allem muss es seine Körpertemperatur auf 37°C bringen, was eine enorme Kraftanstrengung darstellt. Erst wenn das Gewicht mehr als 10% vom Geburtsgewicht verliert, sollte die Hebamme mal einen Blick darauf werfen.
Stillkinder erreichen ihr Geburtsgewicht in der Regel schneller als ungestillte Kinder.

Unserer hat am Tag 13 nach der Geburt nicht nur sein Geburtsgewicht wieder erreicht, sondern wog sage und schreibe 4200g.

Hmm, vielleicht liegt das ja doch an den Aminosäuren... ;-)

Auf jeden Fall ist unser veganes Baby mehr als im Soll und unsere Hebamme ist sehr zufrieden...  :-)



 

Liebe Grüße

Jörg, Theresa, Mika und Levio








 

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